
Ins Risiko gehen.
Kommunikationsstrategie
Die Baugenossenschaft SILU will zwei Wohnblöcke abreissen und durch neue ersetzen. Damit schafft sie mehr, vielfältigeren und ökologischeren Wohnraum.
Doch mit dem Entscheid für einen Ersatzneubau bewegt sie sich aus der Komfortzone ins Risiko. Denn die Kritik ist vielstimmig. Sie kommt von Seiten der Mieter*innen, aus der Politik, von benachbarten Grundeigentümern, vom Mieterverband, von Heimat- und Naturschutz. Dabei begleiten wir die SILU.
Kommunikation folgt Bau.
Kommunikationsplanung
Wenn wir als Agentur dazustossen, hat sich der Vorstand schon lange mit der Erneuerungsplanung befasst. Vielleicht haben Behörden, Mitglieder und auch die betroffenen Mieterinnen und Mieter schon gehört, dass eine Siedlung ersetzt wird. Wir planen die Kommunikation entlang den baulichen Meilensteinen.
Rahel Pfister
Geschäftsführerin SENS
Evelyn Scheidegger
Verantwortliche bei Cowpassion
Die Betroffenen zuerst.
Mieter*innen-Veranstaltung
Die betroffenen Mieterinnen und Mieter wollen vorab und aus erster Hand informiert werden. Dazu organisieren wir im Fall der SILU eine Infoveranstaltung. Vorstand und Mitarbeitende der Geschäftsstelle stellen vor, was geplant ist und stellen sich der Diskussion – Poster-Stationen eignen sich gut dafür.
Mitglieder second.
Stakeholder
Für den Erfolg eines genossenschaftlichen Bauvorhabens ist die Unterstützung der Mitglieder unabdingbar. Denn die nötigen Kredite liegen in der Kompetenz der Generalversammlung. Wir bereiten die Fakten in Form eines zugänglichen Flyers auf und stellen eine Microsite ins Netz.
Lokalmedien an dritter Stelle.
Medienarbeit
Zwar haben lokale klassische Medien heute weniger Verbreitung, doch gerade für Politik und Verwaltung bleiben sie wichtig. Deshalb ist eine aktive Medienarbeit angezeigt: Wir informieren per Mitteilung, bieten Bilder und Kontakte an und beraten die Verantwortlichen im Umgang mit Journalist*innen.
Vom Heimatschutz ausgebremst.
Erkenntnis
Zwar stimmt die Generalversammlung dem Baukredit am 22.4.2022 einstimmig (!) zu, doch als die Gemeinde den zugehörigen Schutzvertrag publiziert, rekurriert der Heimatschutz dagegen. Damit ist das Bauvorhaben vorläufig blockiert – und wir sind gefordert, kommunikativ rasch zu reagieren, wenn nach monatelangen Behördengängen plötzlich ein Entscheid vorliegt.