Familienabenteuer Zugreise

Das Glück für meinen ökologischen Fussabdruck ist: Ich fliege nicht gerne. Aber ich liebe Zug fahren. Darum suche ich immer Wege, um meine Reiseziele in Europa per Bahn zu erreichen.
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ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv / Fotograf: Comet Photo AG (Zürich) / Com_L17-0294-0002-0001 / CC BY-SA 4.0

Ich erinnere mich gut: Wie abenteuerlich war doch die Nacht mit meinen Schwestern im Sechser-Liegeabteil nach Rimini Rivazzurra, als das ältere (nicht mehr so mobile, blasengeschwächte) Ehepaar unbedingt zuoberst schlafen wollte. 

Wie lustig die Bahnreise nach Meran mit meinen Eltern, als wir stundenlang gejasst haben, auch im Sechserabteil, mit all den italienischen Militaristen (von denen ich übrigens gelernt habe auf Italienisch von 1 bis 10 zu zählen). 

Oder die Fahrt per Nachtzug nach Barcelona: Du schläfst in Zürich ein, du erwachst und siehst das Meer. 

Frust statt Lust?

Doch die letzten Jahre war ich mehr und mehr frustriert. Wie viele Stunden habe ich schon damit verbracht, im Internet nach einer vernünftigen Zugverbindung zu meinen Traumzielen wie Gallipoli, Malaga, Lissabon oder Mells (England) zu suchen. 

Wie viele Nummern habe ich im SBB-Reisebüro am Zürcher HB schon aus dem Automaten gezupft, um Bahnexpertinnen um Rat zu fragen. Meist mit niederschmetterndem Resultat: Viele Nachtzüge sind nicht mehr in Betrieb, eine Zugverbindung nur über die diversen Fahrpläne der entsprechenden Länder-Bahnwebsites zusammensetzbar und das hin- und zurück um ein Vielfaches teuer als der Flug. Viel zu kompliziert. 

Da geht noch mehr!

Die SBB verkündet im Mai 2019 unter Druck der Klimadebatte eine Prüfung zur Wiedereinführung von Nachtzuglinien. Die SBB, ÖBB und DB lancieren im Juni 2019 ein Nachtzug-Portal, auf dem alle Verbindungen in Europa übersichtlich angezeigt und gebucht werden können! Das sind Good News! Denn gemäss der aktuellsten VCS-Umfrage wollen zwei Drittel der Bevölkerung im Nachtzug reisen!

Mein Rucksack ist gepackt. Ich bin die erste, die in den Nachtzug nach Rom oder Barcelona einsteigt. Und vielleicht können wir bald mit unserer Zugreise-Plattform auch andere motivieren, vom Flugzeug auf das Schienen-Abenteuer umzusteigen. Interessierte und Geldgeber*innen bitte melden! 🙂



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